MORTUI VIVOS DOCENT

Besuch der patholigie münchen-Schwabing


Spannende und lehrreiche Eindrücke konnten wir bei unserem Besuch im Pathologischen Institut des Klinikums Schwabing im Rahmen einer First-Responder-Fortbildung sammeln. Ein besonderer Dank gilt Herrn Alfred Riepertinger, Oberpräparator i.R., der uns persönlich begrüßte und durch die außergewöhnliche Präparatesammlung führte. Dabei vermittelte er nicht nur medizinische Einblicke, sondern erklärte auch ausführlich die Bedeutung und den Ablauf der ärztlichen Leichenschau.

Herr Riepertinger blickt auf mehr als vier Jahrzehnte Berufserfahrung zurück. In dieser Zeit hat er über 25.000 Verstorbene seziert oder einbalsamiert. Auch bekannte Persönlichkeiten gehörten zu seinem beruflichen Werdegang.

Sein besonderes Fachgebiet ist die Rekonstruktion von Verstorbenen, etwa nach schweren Unfällen, um Angehörigen einen würdevollen Abschied zu ermöglichen – eine Arbeit, die neben handwerklichem Können vor allem großes Einfühlungsvermögen erfordert. Getreu dem Leitspruch „Mortui vivos docent“ – die Toten lehren die Lebenden – veranschaulichen über 1.100 Exponate eindrucksvoll verschiedenste Krankheitsbilder und Organsysteme des menschlichen Körpers.

Den Abschluss unseres Besuchs bildete der Gang in den Sektionssaal, in dem ebenfalls der bekannte Leitspruch an der Wand zu lesen ist.
Zusatzlich dient dieser Raum regelmaßig als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen, wie Tatort oder die Eberhofer Filme.