zuverlässig, modern, digital

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Digitale Alarmierung bei der Feuerwehr Garching
Die Freiwillige Feuerwehr Garching hat 2024 ihre Alarmierung vollständig auf das digitale BOS-Funknetz umgestellt. Rund 100 TETRA-Pager ersetzen nun die analogen Meldeempfänger bei allen aktiven Einsatzkräften und Jugendlichen im Einsatzdienst. Auch die Dienstgeräte der First-Responder wurden ersetzt. 

Technik und Funktionsweise
Die neuen „Piepser“ sind direkt ans Digitalfunknetz (TETRA-Standard) angebunden und übermitteln Alarmnachrichten verschlüsselt in Klartext. Dadurch entfallen unverständliche Funkdurchsagen, und Rückmeldungen der Kräfte erreichen die Einsatzleitung per Knopfdruck oder automatisch. Zudem werden alle alarmierten Kräfte zur gleichen Zeit ohne Verzögerung und Versatz alarmiert. Dies beschleunigt das Ausrücken und optimiert die Einsatzplanung.

  Vorteile für Garching
  Einsatzkräfte profitieren von schnellerer, sicherer Alarmierung ohne Abhörgefahr durch Dritte. Die Umstellung wurde durch Fördermittel des Freistaats unterstützt. Alle Beteiligten     
  erhielten eine umfassende Einweisung in die Technik.

FF-Agent: Smartphone-Alarmierung in Garching
Die Feuerwehr Garching verwendet die App FF-Agent als zusätzliches Alarmierungstool über Smartphones. Sie empfängt Signale aus einer Schnittstelle zur Leitstelle und sendet den Alarm per Push-Nachricht an die alarmierten Einsatzkräfte. 

Diese bekommen Alarmdetails als Klartext mit Navigation und melden per Knopfdruck ihre Verfügbarkeit oder Ankunftszeit zurück. Der Einsatzleiter sieht den aktuellen Teamstatus live und kann Nachalarmierungen gezielt steuern.

Zusatz zum BOS-Funk
FF-Agent ergänzt das digitale BOS-Funknetz und verbessert die Flexibilität der Alarmierung in Garching.

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Digitalfunk BOS ist seit 2016 der Standard für die sichere und zuverlässige Kommunikation bei den Feuerwehren und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Bayern. Dieses System basiert auf der TETRA-Technologie (Terrestrial Trunked Radio), die verschlüsselte Sprach- und Datendienste bietet und eine hohe Verfügbarkeit auch unter schwierigen Bedingungen gewährleistet. Es ermöglicht eine nahtlose übergreifende Nutzung zwischen verschiedenen BOS-Einheiten, wie Feuerwehren, Polizei und Rettungsdiensten, durch standardisierte Gruppenfunk- und Einzelruf-Funktionen sowie die Übertragung taktischer Daten direkt an Funkgeräte vor Ort.

Die taktische und betriebliche Regelung erfolgt durch verbindliche Richtlinien, darunter die FwDV/DV 810 für Feuerwehrdienstanweisungen sowie die aktualisierte Funkrichtlinie von 2021, die den Einsatz detailliert beschreibt und einheitliche Verfahren für Frequenznutzung, Priorisierung und Störungsmanagement festlegt. Feuerwehrangehörige erhalten spezielle Funkgeräte, die in das landesweite Netz integriert sind, mit Funktionen wie automatischer Standortübertragung, Notrufmodi und Prioritätsstufen für kritische Einsätze, um die Koordination zu optimieren. Das System ersetzt frühere analoge Funklösungen und steigert die Einsatzeffizienz durch geringere Störanfälligkeit, bessere Reichweite in urbanen und ländlichen Gebieten sowie die Möglichkeit kurzer, präziser Datenpakete wie Karten oder Statusmeldungen.